Atemübungen als Power-Tool für eine gute Work-Life-Balance

Wir haben zu jeder Zeit, auf Schritt und Tritt, einen „Alleskönner” zur Verfügung: Mit ihm haben wir unsere Energie, unseren Spannungszustand und unsere Gesundheit selbst in der Hand. Die Rede ist von der Atmung. Doch warum birgt sie so ein großes Potenzial?

Wie Atemübungen die Resilienz stärken

Wie schön wäre es, mitten im Chaos, das aktuell herrscht, zu Ruhe und Entspannung zu finden. Oder im Bruchteil einer Sekunde neue Energie tanken können, um die „ganz alltäglichen” Herausforderungen oder vorübergehende Mehrbelastungen gut meistern zu können.

Stress, Spannungen, Überbelastung, … all das macht sich körperlich früher oder später bemerkbar. Davon bleibt auch die Atmung nicht unbeeinflusst. Wer ständig unter Strom steht und viel leisten muss, ohne sich zwischendurch adäquat zu regenerieren, weht irgendwann nur mehr auf Halbmast. Das Abschalten fällt immer schwerer. Die Folgen: Entweder tiefe Erschöpfung oder Aufkratztheit und Unruhe.

Die Fähigkeit, frei, tief und fließend atmen zu können trägt viel dazu bei, die sogenannte Resilienz zu stärken. So nennt man die „seelische Kraft, die Menschen dazu befähigt, Niederlagen, Unglücken und Schicksalsschlägen besser und  schneller standzuhalten. Das Wort ist vom lateinischen „resilio”, zu deutsch abprallen oder zurückspringen abgeleitet. Es kommt aus der Physik und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, die nach jeder Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen” (Definition angelehnt an das Buch „Die Bambus Strategie” von  Katharina Maehrlein).

Um diese psychische und körperliche Widerstandsfähigkeit langfristig und nachhaltig aufzubauen, bedarf es keiner Medikamente oder keines mühsamen, speziellen Trainings. „Das lässt sich auf natürlichem Weg bewerkstelligen”, erklärt Linda Benkö. Sie ist Integrative Atem-Trainerin und Begründerin des „Atem-Raums” in Wien. 

Warum die Atmung so ein mächtiges Instrument ist

„Gutes Atmen, die Atem-Fitness, kann man auf relativ simple Weise mit ein wenig Regelmäßigkeit enorm fördern. Und damit lassen sich jede Menge weitere körperliche und seelische Vorgänge positiv beeinflussen”, sagt Benkö. „Zudem ist der Atem ein Werkzeug, das stets zur Verfügung steht. Die Körperfunktion und die Atemluft sind immer vorhanden und das in ausreichender Menge – sieht man einmal von Atemwegserkranktungen ab”.

Benkö: „Unsere Atmungsfunktion, das bewusste Atmen, ist ein mächtiges Instrument. Unter fachkundiger Anleitung lassen sich die vielfältigen Wirkweisen erforschen, um sie anschließend mit leicht erlernbaren, für jedermann geeigneten Atemübungen gut in das alltägliche Leben zu integrieren”.

In dem von ihr entwickelten, unzählige Übungen umfassenden Methoden-Set „Integrative Atem-Gesundheit” (IAG) leitet die erfahrene Atem-Expertin sowohl mit bewegten als auch mit Spür-Übungen Einzelpersonen oder Gruppen dazu an, die verschiedenen Atemräume kennenzulernen und zu nutzen. Der Atem vertieft sich mit der Zeit, das Lungenvolumen steigert sich.

Und auch auf psychischer Ebene sind nach nur kurzer Zeit regelmäßigen Übens Veränderungen bemerkbar. „Die innerseelische Räume öffnen sich, sobald man sich dem Atem zuwendet”, sagt Benkö. „Die Faszination für die Atmung lässt mich einfach nicht mehr los. Diese Körperfunktion ist enorm facettenreich“.

Autonome Körperfunktion gezielt nutzen

„In nahezu allen Yoga-Studios auf der ganzen Welt machen Yoga-Praktiker Pranayama-Übungen mehr oder weniger begeistert mit. Wir kommen jedoch selten auf den Gedanken, uns abseits dieser aktuell gehypten Körper-Trends näher mit der Atmung zu befassen”, macht die Atem-Trainerin aufmerksam. Dem Atmen schenkt man wohl deshalb im Alltag wenig Aufmerksamkeit, weil der Atemvorgang ganz automatisch geschieht, vermutet die Atem-Expertin. „Wir widmen uns der Atmung erst dann, wenn sie eingeschränkt ist oder Probleme macht. 

Benkö beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit dem Phänomen Atmung. In anderen Kulturen als der westlichen wird bewusstes Atmen, werden Atemübungen bereits seit 5.000 Jahren oder länger praktiziert. Und dieses Wissen wird weitergereicht und gerne angenommen. „Hier zu Lande aber höre ich oft ,Ich atme doch ohnehin – was soll ich da großartig lernen?‘”, berichtet die begeisterte Atem-Trainerin. „Wenn ich Menschen von meiner Arbeit erzähle, ernte ich häufig fragende Blicke oder belustigte Kommentare. Vielen Menschen ist der Einfluss der Atmung nicht bewusst”.

Sollte es aber. Denn die Atmung ist die einzige Vitalfunktion, die sowohl autonom abläuft, beispielsweise im Schlaf genauso gut wie im Wachzustand funktioniert, als auch willentlich und bewusst steuerbar ist. „Genau aus diesem Grund kann man sich die Atmung so gut zunutze machen”, erklärt Benkö.

Atemübungen: Ein besonderes Fitness-Programm

Ein besonderes Lungen-, Zwerchfell-, Vollatmungs- oder Kohärenz-Atem-Training findet derzeit höchst selten Platz im persönlichen „Entspannungs- und Fitness-Programm“. „Aber denken wir einmal an die vielen Redewendungen, die es im Zusammenhang mit Luft und Atmen gibt“, wirft Benkö ein. „Die haben ihre tieferen Wurzeln, ihren tieferen Sinn.” Beispiele: Wenn Sie erschrecken oder schockiert sind, stockt Ihnen der Atem. Wenn Sie vor Wut kochen, rät man Ihnen Dampf abzulassen. Einen langen Atem haben. Jemanden in Atem halten. Die Luft ist raus und viele mehr. 

Das alles können Sie mit gezielten Atemübungen unter fachkundiger Anleitung erreichen:

  • Energie tanken
  • tiefe Entspannung finden
  • Burnout vorbeugen
  • Selbstwert aufbauen
  • Mut und Zuversicht steigern
  • Konzentration und Kreativität fördern
  • Blutdruck senken
  • Lungenkapazität erhöhen
  • sportliche Leistungen verbessern
  • einen Asthma- oder COPD-Verlauf (Anmerkung: COPD steht für das Krankheitsbild „chronic obstructive pulmonary disease”) mildern


Kontakt

Linda Benkö

atemerleben@gmail.com
www.atem-raum.at

Mobil +43 676 – 33 50 875

Foto:

  • Linda Benkoe Atemuebungen Atemtraining: heshaohui.com


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